Deutscher Mittelstand – Vorzeigemodell in Europa

Der deutsche Mittelstand ist führend in Europa, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie festgestellt hat. Die in seiner Publikation „German Mittelstand: Motor der deutschen Wirtschaft“ ermittelten Daten und Fakten stützen sich dabei auf die kleinen und mittleren Betriebe. Das sind nach der in Deutschland gängigen Definition Betriebe, die bei einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro bis zu 500 Mitarbeiter beschäftigen. Laut EU-Standard zählen dazu solche Unternehmen, die entweder maximal 250 Mitarbeiter beschäftigen oder aber bis zu 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr erzielen.

Quelle: www.bmwi.de

Quelle: www.bmwi.de

Der Mittelstand – die Basis der deutschen Wirtschaft

Zahlen allein werden dem Phänomen der hohen Beschäftigungsrate und der enormen Produktivität in diesem Bereich jedoch nicht gerecht, vermerkt das Ministerium. Legt man die Tatsache der Konzernunabhängigkeit oder das Bestehen als Familienbetrieb als Kriterium zugrunde, erweitert sich der Kreis der Mittelständler noch. Über den statistischen Rahmen hinausgewachsene Betriebe blieben oft der bis dahin eingenommenen Geisteshaltung treu. Lediglich ein verschwindend geringer Anteil der deutschen Unternehmer, die mehr als die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung beisteuern, ist demnach nicht diesem Bereich zuzurechnen. Der hier erreichte Umsatz beträgt aber nur gut ein Drittel des Umsatzes aller deutschen Unternehmen. Der Mittelstand beschäftigt in etwa 14 Millionen Menschen, fast zwei Drittel aller Beschäftigten, deren Tätigkeit sozialversichert ist.

Solide Unternehmen

Nicht zuletzt die Ausbildungssituation drückt die Quote arbeitsloser Jugendlicher in Europa hierzulande auf ein Minimum. Im Ausland haben deutsche Mittelständler 186,1 Millionen Euro erwirtschaftet und das bereits 2010. Hauptsächlich inhabergeführte Betriebe zeichnen sich durch ihre Innovationsfreudigkeit aus. Die relativ gute Ausstattung mit Eigenkapital ermöglicht Investitionen auch in ertragsärmeren Zeiten mit Unterstützung der Banken. Da Auszubildende weitgehend übernommen werden, begegnet man im Mittelständischen dem Fachkräftemangel durch selbsttätige Initiative. Fördermittel der Länder und des Bundes unterstützen die Forschungstätigkeit, die Außenwirtschaft, Neugründungen und sind außerdem für Nachfolgeregelungen anwendbar. 3,7 Millionen Unternehmen waren 2010 in Deutschland erfasst, wobei mittelständisch Orientierte sich durch Stabilität und Regionalbindung auszeichneten.

Quelle: www.bmwi.de

 

Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.